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2. Dezember

Andreas findet zuerst seinen eigenen Bruder

Simon und spricht zu ihm:

Wir haben den Messias gefunden — was

übersetzt ist: Christus.

Johannes 1,41

Er sieht, wie sein Bruder die Straße hinunter Richtung Hafen heruntergerannt kommt. Irgendetwas muss passiert sein. So hat er Andreas schon lange nicht mehr erlebt. Jetzt steht er vor ihm. Noch völlig außer Atem berichtet Andreas, was er selbst noch nicht so richtig glauben kann: „Der Messias ist da! Endlich! Wir haben ihn gefunden!“ Sollte das wirklich wahr sein? Sollte sich die alte Prophezeiung tatsächlich erfüllt haben? Wird jetzt alles gut? Viele hatten bereits die Hoffnung aufgegeben. Und auch ihm waren Zweifel nicht unbekannt. Etwas unsicher, doch voller Erwartung geht er mit Andreas zu Jesus. Und dann steht er vor ihm. Ihre Blicke treffen sich. – Der Messias Jesus und der Fischer Simon…
So stelle ich mir vor, was mit nur einem Satz berichtet wird. Vielleicht ist es aber auch ganz anders verlaufen. Wichtig ist jedoch, was die Menschen damals erlebt haben: Gott steht zu
seinen Versprechen. Seine Verheißung erfüllen sich. Und das hat sich über die Jahrhunderte nicht geändert. Gott wird seine Versprechen einlösen. Vertraust du darauf? Eines Tages
wirst auch du außer Atem und mit offenem Mund dastehen und staunend erleben, wie Gottes Verheißungen in Erfüllung gehen.

Jahr um Jahr gewartet auf den, der kommen soll,
gestärkt durch alte Worte, gespannt, erwartungsvoll.
Oft durch Leid und Unterdrückung aller Hoffnungen beraubt.
Gerätselt und gegrübelt, gezweifelt und geglaubt.
Doch plötzlich ihm ganz nah, verwirrt, als er ihn sieht.
„Kommt mit mir“ lädt er ein, „erlebt, was jetzt geschieht!“

Das Warten hat ein Ende, das Wunder ist geschehn.
Die Hoffnung in Person ist da, ihn sollen alle sehn.
Der Bruder sagt’s dem Bruder, der Freund erzählt’s dem Freund.
„Gott selbst hat ihn gesendet, weil er es gut mit uns meint.
Er ist’s auf den wir warten, nichts wird wie früher sein.
Wir haben ihn gefunden, kommt mit, er lädt euch ein!“

Kommt und seht! Macht euch auf den Weg,
bringt die Fragen und die Sehnsucht einfach
mit! Kommt und seht! Macht euch auf den Weg,
Gottes Zukunft bricht jetzt an, kommt mit.
(Christoph Zehendner)